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"Spirellibande" der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt

06.01.2016 13:45

Märkische Allgemeine

Den Kindern in der Weidenhof-Grundschule schmeckt's!
Den Kindern in der Weidenhof-Grundschule schmeckt's!

Rund 300 Kinder an sieben Potsdamer Grund- und Oberschulen versorgt die „Spirellibande“ der Arbeiterwohlfahrt täglich mit einem gesunden und ausgewogenen Frühstück. Das Projekt finanziert sich ausschließlich über Spenden. Schlaatz. Keine knurrenden Mägen mehr in der Weidenhof-Grundschule am Schlaatz! Seit Schuljahresbeginn versorgt die „Spirellibande“, ein Projekt der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt (Awo), die Erst- bis Sechstklässler mit gesundem und ausgewogenem Frühstück. Zwischen 60 und 70 Kinder nutzen das so kostenlose wie leckere Angebot. Und manchmal, so wie an einem Morgen in dieser Woche, gibt es etwas besonderes: Thomas Robering von der Yumme- Stiftung hat feine, vitamninreiche Smoothies zubereitet.

Eltern, die morgens schon ganz früh zur Arbeit müssen, stellen ihrem Nachwuchs vielleicht etwas zu essen hin, aber „zusammen macht Frühstücken doch mehr Spaß“, sagt Schulleiterin Ute Goldberg. Etliche Kinder seien oft schon um 7 Uhr an der Schule und haben jetzt einen Anlaufpunkt. „Wirklich toll, was die ,Spirellibande’ leistet.“ 321 Mädchen und Jungs aus 28 Nationen lernen an der Weidenhof-Grundschule.

Durchschnittlich 300 Kinder an sieben Potsdamer Grund- und Oberschulen bekommen morgens zwischen 7.15 und 7.45 Uhr Obst und Gemüse, Cornflakes, Schnittchen, Ei, bevor der Unterricht startet. Und nicht nur das: Mädchen und Jungs vertrauen sich den Helfern der „Spirellibande“ an, erzählen von ihren kleinen und größeren Sorgen und holen sich aufmunternde Streicheleinheiten ab. 14 geringfügig Beschäftigte hat die Awo für die „Spirellibande“ eingestellt. Sie werden von sieben Ehrenamtlichen unterstützt. „Sie alle leisten viel Bindungsarbeit – mit ganz viel Herz“, lobt Projektleiterin Franziska Loeffler.

Von der Stadt gibt es keine Unterstützung für das Projekt, das sich ausschließlich aus Spenden finanziert. Ziel für 2016 sei, das Frühstücksangebot an einer Schule in der Waldstadt zu etablieren, sagt Awo-Bezirksgeschäftsführerin Angela Basekow. „Bedarf gibt es an jeder Schule. Um den Schulalltag vernünftig zu begleiten, ist gemeinsames Essen unabdingbar.“ Sie fordert Ganztagsschulen mit gratis Mittagessen für alle.

Von Ricarda Nowak

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