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Schnürsenkelhelden unterstützen Spirellibande

14.03.2016 14:24

18.02.2016

Sechs Schnürsenkelhelden besuchten am gestrigen Mittwochmorgen die „Spirellibande“ in der Käthe-Kollwitz-Oberschule; mit im Gepäck eine Spende über 500 Euro und grasgrüne Schnürsenkel mit dem aufgedruckten Slogan „Laufend gegen Stigma“, die die jugendlichen Schülerinnen und Schüler gleich um ihr Handgelenk banden oder an die Schultasche knoteten.

„Jeder kann Schnürsenkel gebrauchen“, sagte Jürgen Jänen vom Verein „B²Aktion+“ zur Förderung von gesellschaftlichem Engagement. Die Initiatoren hätten sich bewusst für ein Alltagsaccessoire als Botschafter ihres Anliegens entschieden. Tatsächlich habe alles 2014 mit einem Benefizlauf für an HIV Erkrankte in der Türkei begonnen. Seitdem würden zum Beispiel auf Christopher Street Days (CSD) oder auch auf Straßenfesten die Schnürsenkel gegen Spende getauscht. „Die Leute wollen dazu aber auch immer Geschichten hören“, wollten wissen, wer mit dem Geld unterstützt werde, erklärte Jürgen Jänen. Die Schnürsenkelhelden sind neben ihrer Vereinstätigkeit vielfach auch SPD- und/oder Gewerkschaftsmitglieder. Der Verein selbst sei aber überparteilich, ergänzte Vorstandsmitglied Ralph Ehrlich. Die Altersspanne der über 40 Mitglieder bewege sich derzeit zwischen 17 bis 76 Jahren. „B²Aktion+“ setzte sich für nachhaltige Projekte in gesellschaftlichem Kontext ein. In jedem Jahr gebe es eine neue Schnürsenkelfarbe, „bis der Regenbogen komplett ist“, sagte Jänen.

Die „Spirellibande“ ist ein spendenfinanziertes Projekt des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V., das derzeit an sieben Potsdamer Schulen kostenloses Frühstück anbietet.

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